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Stadt Salzgitter

Die Bartmeise ist die Symbolart der Stadt Salzgitter, die an den Klärteichen und Tagebaugewässern vorkommt.

Die Landschaft im Gebiet der Stadt Salzgitter wird neben Land- und Forstwirtschaft auch von Spuren des Erzbergbaus geprägt. Eine besondere Stellung nehmen dabei die Klärteiche der Erzwäsche und die Tagebaugewässer ein, an denen u. a. die Bartmeise vorkommt. In der Nasswäsche bei Salzgitter-Calbecht wurden täglich 18.000 t Roherz aufbereitet. Für eine Tonne Roherz benötigte man 2,5 m³ Frischwasser. Das durch den Waschprozess mit Schlamm befrachtete Wasser wurde zur Sedimentation in die Klärteiche geleitet. So entstanden nacheinander drei Klärteiche, die zunächst durch geringe Wassertiefen und große vegetationslose Uferflächen aus feinsten Schlämmen gekennzeichnet waren. Auf den meterhohen Schlammablagerungen stellte sich nur zögerlich ein Pflanzenwachstum ein. Heute herrschen ausgedehnte Röhrichtbestände, denen die Gehölze folgen, vor. In der Reihenfolge der Entstehung befinden sich die ehemaligen Klärteiche auch in unterschiedlichen Verlandungsstadien, wobei der Klärteich I, auch aufgrund seiner geringen Größe, nur noch eine kleine Wasserfläche aufweist.

Besonders hervorzuheben ist der Klärteich III, bekannt als Heerter See, der neben seinem Status als Naturschutzgebiet auch das Prädikat Europareservat trägt und zu einem Europäischen Vogelschutzgebiet erklärt wurde. Der Wert dieses Gebietes liegt in seiner Bedeutung als wichtiges Brutgebiet für Brutvogelgemeinschaften ausgedehnter Röhrichte und Nahrungsgewässer für Fisch fressende Brut- und Gastvögel. Die Funktion als Nahrungsgewässer wird häufig beeinträchtigt durch Wassertrübungen, die überwiegend bei Wind durch Wasserbewegungen entstehen, welche dann die feinen Sedimente in Bewegung setzen.

Dem gegenüber stehen die klaren Gewässer der Tagebaugebiete Haverlahwiese, Hannoversche Treue und Finkenkuhle. Diese Gewässer sind nach Ende der Bergbautätigkeit entstanden. Durch das Abstellen der Pumpen sind die Bereiche zunächst untertage und dann übertage mit Wasser aus dem umgebenden Gebirge voll gelaufen. Alle Tagebaugewässer werden fischereiwirtschaftlich genutzt und stellen daher auch eine Nahrungsquelle für Fisch fressende Vogelarten dar.

Während die Klärteiche II (Reihersee) und III (Heerter See) jeweils durch einen Rundwanderweg erschlossen sind, führen zu den Tagebaugewässern nur Stichwege. Am Heerter See und in der Nähe des Tagebaugewässers Haverlahwiese befinden sich Informationstafeln.

Text:
Stadt Salzgitter
Postfach 10 06 80
38206 Salzgitter
Tel.: 05341/8393439 (Elke Seitz)

Heerter See

Schlammflächen Heerter See

Reihersee

Tagebaugewässer Haverlahwiese

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