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Wo die Kraniche ziehen

Ankunft am Schlafplatz im Rehdener Geestmoor (Foto: K. Lehn).Kraniche im Etappenziel – die Fluchtdistanz von 300 m sollten Sie nur mit dem Fernglas überbrücken (Foto: S. Gerdes).So genau können Sie Kraniche nur durch ein Spektiv sehen. Wenn Sie Glück haben, treffen Sie jemanden, der eines dabei hat (Foto: Ralf Luczyk, pixelio.de).Kraniche benötigen großräumige, offene und nasse Moorflächen als ungestörte Ruheplätze (Foto: K. Lehn).
Ankunft am Schlafplatz im Rehdener Geestmoor (Foto: K. Lehn).
Ankunft am Schlafplatz im Rehdener Geestmoor (Foto: K. Lehn).Kraniche im Etappenziel – die Fluchtdistanz von 300 m sollten Sie nur mit dem Fernglas überbrücken (Foto: S. Gerdes).So genau können Sie Kraniche nur durch ein Spektiv sehen. Wenn Sie Glück haben, treffen Sie jemanden, der eines dabei hat (Foto: Ralf Luczyk, pixelio.de).Kraniche benötigen großräumige, offene und nasse Moorflächen als ungestörte Ruheplätze (Foto: K. Lehn).

Wen packt nicht die Sehnsucht, wenn Kraniche laut rufend in Keilformation den Himmel kreuzen? Wie gut, dass die Vögel des Glücks in Niedersachsen in immer größerer Zahl einen Zwischenstopp auf ihrem Herbstzug nach Süden einlegen.

Wer nach Anregungen sucht, die Nomaden der Lüfte im November in ihren Rastgebieten zu erleben, wird hier fündig.

Niedersachsen ist ein Kranichland: Mehr als 200.000 Kraniche werden auch diesen Herbst auf der westeuropäischen Route von Skandinavien Richtung Frankreich und Spanien ziehen. Ein Drittel davon macht Rast in Niedersachsen. Zwischen Mitte Oktober und Mitte November sind die Rastzahlen hier meist am höchsten.

Mehrere international bedeutsame Kranichrastplätze befinden sich seit einigen Jahren in Niedersachsen; die Diepholzer Moorniederung ist niedersachsenweit der bedeutendste Rastplatz und zählt sogar zu den größten Kranichrastplätzen Deutschlands – neben der Rügen-Bock-Region und dem Rhin-Havelluch in Brandenburg.

Dass der Kranich wieder gern bei uns Pause macht, ist eine Erfolgsstory des Naturschutzes. Unglaublich aber wahr: Noch bis Anfang der 1990er Jahre hatte Niedersachsen kaum Bedeutung mehr als Kranichrastgebiet. Das ist heute anders, unter anderem deshalb, weil viele ehemalige Hochmoore wiedervernässt wurden. Auf ihrer Rast brauchen Kraniche solche großen, störungsarmen Feuchtgebiete als Schlafplätze, wo sie im knietiefen Wasser die Nacht verbringen. Wenn es außerdem in der Nähe noch vielfältiges Kulturland – das heißt für den Kranich: Nahrung – gibt, ist der Rastplatz perfekt.

Kranichliebhaber haben im November die Qual der Wahl zwischen geführten Moorwanderungen im Morgennebel oder Abenddämmerlicht und Touren auf eigene Faust zu Beobachtungsorten bei Rastplätzen.

Unter "Weitere Informationen" können Sie sich durch die Kranich-Links klicken – viel Spaß dabei!

Und hier noch ein paar Tipps:

  • Kranichbeobachtungen sind morgens und abends im weiteren Umfeld der Schlafplätze von öffentlich zugänglichen Wegen aus möglich. Der abendliche Einflug vollzieht sich über einen längeren Zeitraum als der morgendliche Abflug.
    Außerdem sind die Vögel tagsüber verstreut bei der Nahrungssuche auf Feuchtwiesen und abgeernteten Äckern in einem Umkreis von 20 km um die Schlafplätze anzutreffen.
  • Die beste abendliche Beobachtungszeit liegt in einem Zeitraum 2 Stunden vor bis eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang.
  • Haben Sie Verständnis dafür, dass sich die Schlafplätze der Kraniche oft gut geschützt und weiter entfernt von Beobachtungsplätzen befinden, denn Störungen können die Tiere auf ihrer kräftezehrenden Reise in die Winterquartiere nicht gebrauchen. Genießen sie stattdessen die Momente des Kranicheinflugs.
  • Sollten sie tagsüber Kraniche vom Auto aus bei der Nahrungssuche sichten, steigen Sie nicht aus, und nähern Sie sich nicht weiter.
  • Bitte verhalten Sie sich leise, um allen Besuchern einen ungestörten Naturgenuss zu ermöglichen.
  • Der Anblick von Kranichen ist in jedem Fall ein Erlebnis. Mit einem Fernglas können Sie aber mehr sehen.
  • Kranicherlebnisse in der Natur können nicht, wie im Zoo, garantiert werden.

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